Braucht die Welt das?

Braucht sie nicht. Das Internet hat genug Text. Die Welt braucht aber so vieles nicht und hat es trotzdem: Kaugummi, Kardashians, Katzenvideos. Weil es uns halt gefällt. Vielleicht gefällt dir ja auch dieser Blog. Wenn du hier weiterlesen möchtest, bist du herzlich willkommen (aber nicht Willkommen).

Ja, und jetzt ahnst du, worum es hier geht – unter anderem. Ich mache mir hin und wieder ein paar Gedanken über die Welt und über Dinge, die ich merkwürdig oder falsch oder schräg finde. Wer mich persönlich kennt, weiß es, weil ich gerne darüber rede, aber vielleicht interessieren diese Gedanken auch ein paar Menschen „da draußen“ im weltweiten Netz? Ich werde es möglicherweise herausfinden.

Ich will hier jedoch nicht meckern, mäkeln und motzen, sondern etwas mehr Klarheit und Ordnung in dieser unübersichtlichen Welt schaffen. In ganz bescheidenem Umfang. Warum will ich das?

Mich ärgert es einfach, wenn ich in deutschen Texten immer wieder „Gallerie“ lese (mit Doppel-l). Und mich nerven auch all die Schilder, die mich „Herzlich Willkommen“ (mit großem W) heißen, oder Menschen, die ihre Uhren auf „Winterzeit“ umstellen. Weil es auch nicht richtiger wird, wenn es ständig wiederholt wird.

Ich fürchte aber, wenn Wörter lange genug falsch geschrieben werden, kommt irgendwann wieder eine Kulturministerkonferenz und sanktioniert die falsche Schreibung. Und wenn falsche Behauptungen oft genug wiederholt werden, nimmt man sie irgendwann als Tatsachen hin (auch ohne einen Konferenzbeschluss). Das ist dann der endgültige Triumph der fake news. Aber Wahrheit entsteht nicht durch Mehrheitsbeschluss.

Man kann das, was ich tue, Besserwisserei oder Klugscheißerei nennen – gerne. Aber man kann auch etwas mit nach Hause nehmen. Viele Fehler werden aus Unwissenheit begangen – weil man es eben überall so sieht oder hört und weil es nie jemand richtiggestellt oder erklärt hat. Ich selbst freue mich über solche Erklärungen, wenn ich Fehler gemacht habe, und lerne gerne etwas neues dazu – jeden Tag, und auch noch in fortgeschrittenem Alter. Selbstverständlich habe ich auf diese Weise auch schon viel gelernt, was mir im Leben und in Quiz-Shows half, und vielleicht geht es ja dem einen oder anderen Leser* genauso. Ich freue mich auf die erste Rückmeldung, wenn jemand durch mich zum Quiz-Millionär geworden ist. Aber es reicht auch, wenn jemand einfach mal ein Aha-Erlebnis hatte oder eine 1 in einer Klassenarbeit.

In einer ausführlicheren Form gibt es die Themen dieses Blogs und noch viel mehr in meinem Buch Dr. Kinnes Sprechstunde. Dieses Buch enthält auch ein umfangreiches Quiz, das zudem online gespielt werden kann. Zu bestellen ist das Buch bei Amazon (als Taschenbuch oder eBook), gerne auch über den Link auf dieser Seite (dann erhalte ich eine kleine Werbevergütung – vielen Dank).

In diesem Sinne: Viel Spaß!

Euer Quizdoktor

P.S.: Ich würde nie behaupten, dass ich alles besser weiß. Abgesehen von Tippfehlern, die sich sicherlich hin und wieder hier einschleichen, mag es auch sein, dass ich mich an der einen oder anderen Stelle schlicht irre. Ich freue mich (wirklich) auf eine Korrektur meiner eigenen Irrtümer und lerne auch gerne dazu. Also nur zu, wenn dir ein Fehler in diesen Texten auffällt – schreib’s mir als Kommentar.

*) Nein, auf dieser Website findet man keine „der/dem einen oder anderen Leser*_(In)“ und ähnliche Akrobatik. Wenn ich von Lesern, Katzen oder Chamäleons spreche, dann sind, unabhängig vom grammatikalischen Geschlecht (Genus), immer beide biologischen Geschlechter (Sexus) gemeint. Aber dazu wird es auch mal einen ausführlichen Blog-Beitrag geben …

Foto: Dariusz Sankowski auf Unsplash

Ein Kommentar zu „Braucht die Welt das?

  1. Lieber Thomas,

    Du schreibst hier:
    „Und wenn falsche Behauptungen oft genug wiederholt werden, nimmt man sie irgendwann als Tatsachen hin (auch ohne einen Konferenzbeschluss).“

    Dazu möchte ich Oskar Panizza zitieren:

    „Wenn Wahnsinn epidemisch wird, dann nennt man ihn Vernunft.“
    (Oskar Panizza war Psychiater, Schriftsteller, Satiriker, Reformorthograph, Psychiatriekritiker, Religionskritiker und Publizist)

    Es ist durchaus betrüblich, dass auch die Redaktion des DUDEN schon so manchen sprachlichen Wahnsinn „geadelt“ hat.

    Liebe Grüße von Nicole, die bei der Lektüre Deiner „Sprechstunde“ oft aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus kam.

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